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Petrus-und-Paulus-Kirche

Gottesdienst: Sonntags um 10 Uhr, im Wechsel mit der KG Mittegroßefehn

Pastor Christoph Schoon

Leerer Landstr. 33
26629 Großefehn

Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

Gedenktafel Jonas Eilers

In der ev.-luth. Petrus und Paulus Kirche zu Timmel hängt eine Tafel zum Gedenken an Jonas Eilers (1768-1778). Diese Gedenktafel erinnert an das“ seltene und merkwürdige Gnadenwerk Gottes in dem zehnjährigen Kinde Jonas Eilers“. Jonas Eilers wurde als Sohn von Eilert und Maria Janssen am 26.09.1768 in Timmel geboren. Von Geburt an litt er an verschiedenen Krankheiten. Er konnte nur kurz die Schule besuchen, lernte dort lesen und wurde wahrscheinlich vom Ortsgeistlichen in religiösen Dingen unterwiesen.  Schon früh erlebte er göttliche Offenbarungen, so dass er ohne Unterlass von der Güte und Gnade Gottes redete und alle ermahnte, von ihren Sünden abzulassen und sich zu bekehren.

Dabei redete er nicht wie ein Kind, sondern wie ein gelehrter, geübter und erfahrener Mann. Bezeugt wurde dies durch die Pastoren Hagius (Hatshausen) und Rudolf Taute (Timmel). Pastor Hagius schreibt folgendes:“ Es steht so wohl, dass Timmel sie und mich und alle anderen Lehrer von Profession eine Zeitlang gut entbehren kann, denn es ist ein großer Prophet unter ihnen aufgestanden, nämlich der Prophet Jonas, der ihrem Timmeler Ninive so die Buße predigt, als ich wenigstens nimmer werde tun können.“

Ob eine Brieftaube lesen kann?

Ein Buch von Rudolf Heinrich Taute: Berichte über Jonas Eilers. Nahezu all unser Wissen über diesen Jungen verdanken wir dem damaligen Ortspastor R.H. Taute. Dessen sorgfältige Aufzeichnungen, als kleines Buch 

erschienen, zuletzt in 4. Auflage 1881, waren leider seit Jahrzehnten vergriffen. Zum 225. Todestag von Jonas Eilers wurde durch den Kirchenvorstand eine Neuauflage herausgegeben.

Kirche

Die jetzige Timmeler Kirche hatte zwei Vorgängerinnen. Die mittelalterliche Backsteinvorgängerin aus dem 13.Jahrhundert wurde nach der Weihnachtsflut von 1717 wegen Baufälligkeit abgebrochen. Die neue Kirche wurde im Jahr 1736 eingeweiht. Sie ist ein langgestreckter ostfriesischer Einraumbau mit Ausrichtung auf den Altar im Osten, mit gotischen Fenstern und Emporen zunächst im Osten und Westen. 1884 bekam die Kirche einen neuen Altar.

Er wurde von Lümkea Gerdes aus Westgroßefehn gestiftet, kostete 1000 Taler und ist aus edlen amerikanischen Hölzern geschnitzt. Er zeigt den Gekreuzigten mit Maria und Johannes und an den Seiten die Apostel Petrus und Paulus. Neben der Jahreszahl 1884 ist am Altar klein der Name der Stifterin angebracht und ebenso unauffällig der Name des damaligen Timmeler Geistlichen Siemens