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Meine Zeit in Gottes Händen

Altenseelsorge

22.000 Menschen im Kirchenkreis Aurich
sind über 60 Jahre alt. 

Das Handlungsfeld der Altenseelsorge könnte nicht vielschichtiger sein, denn an so vielen unterschiedlichen Orten agieren Senioren. 

Deswegen habe ich, neben dem Kontakt zu den Pflegeeinrichtungen, Tagespflegen, Seelsorge und der (Demenz-) Beratung, meinen Schwerpunkt auf die zu Hause versorgten Pflegebedürftigen (derzeit 86 %. Tendenz steigend) gelegt. 

„Um ein Kind groß zu ziehen, braucht es ein ganzes Dorf“  

sagt ein afrikanisches Sprichwort.  

„Um einen Menschen am Ende seines Lebens zu begleiten, braucht es auch ein ganzes Dorf“, möchte ich ergänzen. Inzwischen werden immer mehr der zu Pflegenden zu Hause betreut. Das ist überwiegend das, was sich die meisten Menschen wünschen. Es ist auch das, was sie sich finanziell leisten können. Aber auch wenn für die medizinische Pflege gesorgt ist, bleibt in der sozialen Betreuung, der Unterhaltung und Teilhabe eine Lücke. Immobile Menschen und deren pflegende Angehörige verlieren zunehmend Kontakte und fallen aus der Wahrnehmung der anderen heraus. 

Deswegen möchte ich alle unterstützen, die, um im Bild zu bleiben, ´im Dorf wohnen´ und beim Begleiten helfen können: Pflegende Angehörige, Pflegekräfte, Nachbarn, Familie, Besuchskreise und alle Menschen, die einfach in der Nähe sind. 

Mein Konzept gegen die Einsamkeit lässt sich einfach mit dem Begriff BBQ zusammenfassen:  

B– besuchen Sie jemanden,  
B– beschenken Sie jemanden (mit ihrer Zeit und meiner Mitnehmandacht),  
Q– quasseln Sie hinterher miteinander. 

Ich schreibe Hör-Andachten von ca. 15 Minuten. Diese enthalten Glockenläuten, Musik oder Lieder zum Mitsingen, eine kurze Ansprache, Gebete und Segen. Mit dem Handy oder Tablet sind sie überall und zu jeder Zeit gemeinsam anzuhören. Diese Andachten sind „Türöffner“ für Gespräche, denn sie enthalten einen Impuls und ein Bild als Anlass für ein nachfolgendes Gespräch. Mit BBQ, dass „andächtig & anders“ ist, bleiben die Wohnungen nicht gottlos. Es kommt Leben in die Einsamkeit.  

Sie eröffnen Begegnungen und Gespräche über das, wofür man im Leben „brennt“. Das Konzept ist erprobt: Mehrere tausend MultiplikatorInnen haben es im letzten Jahr benutzt und damit gearbeitet. Viele kleine Nachbarschaftsgruppen haben sich gebildet, die gemeinsam hören, quasseln und Tee trinken.

Mir ist wichtig, dass die vielen einsamen Räume, nicht gottlos bleiben. Gottes Nähe, seine Führung, sein Segen sollen auch dahin getragen werden: wie eine Meeresbrise, die Erfrischung bringt! 

Auf der Homepage der Altenseelsorge  

https://altenseelsorge-aurich.wir-e.de/aktuelles 

gibt es noch viel mehr Angebote für besondere Anlässe: 

Geburtstag, Hochzeitstag, Einzug ins Heim, Trauer, Sterbebegleitung, Andachten auf Plattdeutsch, Andachten für Demenzerkrankte, Telefonandachten… 

Stöbern sie mal und schauen, was sie gebrauchen können auf dem Weg zu jemandem, der schon manchen Weg vorausgegangen ist, aber nun nicht mehr viel läuft. 

Gute Begegnungen und nette Gespräche wünscht Ihnen Altenseelsorgerin, Pastorin Sibylle Mau 

Hinweis: Die Altenheime werden in der Regel von den Pfarrpersonen vor Ort besucht.