Corona verändert unseren Alltag in atemberaubender Schnelligkeit. Das spüren wir alle. Wir müssen Abstand voneinander halten. Die wohltuendsten Gesten wie Hände geben, küssen, umarmen, sich treffen, zusammen essen haben sich in eine Quelle der Gefahr verwandelt. Von heute auf morgen bangen Menschen um ihre Arbeit, verlieren ihr Einkommen, sorgen sich um ihr Unternehmen. Andere schuften bis zur Erschöpfung: Pflegende, Ärzte, Supermarktmitarbeitende, Reinigungskräfte, Lastwagenfahrer, Landwirte, Polizisten, Mitarbeitende beim Landkreis Aurich im Krisenstab und anderen Behörden, Müllwerker …
Ich wünsche allen viel Kraft bei der Arbeit, in der Sorge für andere und um sich selbst, auch in der Einsamkeit. Viel wird getan und geholfen – um des Nächsten willen. Ich bin dafür dankbar und es lässt mich hoffen, dass wir zusammen diese außergewöhnlichen Beeinträchtigungen bewältigen.

Ich freue mich auch darüber, mit wie viel Phantasie und Einfallsreichtum in unseren Kirchengemeinden neue Ideen entwickelt werden, um miteinander in Verbindung zu bleiben, Andachten zu feiern, einander zu helfen, füreinander zu beten. Die Pastorinnen und Pastoren und allen anderen kirchlichen Mitarbeiter und Einrichtungen sind gerade jetzt auch für Sie da. Rufen Sie uns gerne an. Schreiben Sie uns.

Wir brauchen einen langen Atem. Mir tut es gut, fest darauf vertrauen zu dürfen, dass auch in schweren Zeiten Gottes Zuwendung zu uns jeden Tag frisch und neu ist. Bleiben Sie behütet.

Superintendent Tido Janssen