Was ist eigentlich ein Kirchspiel?

Das Seelsorgeteam der vier Gemeinden in und um Wiesmoor ist kameradschaftlich unterwegs

Mit der Übertragung der Pfarrstelle in Marcardsmoor an Pastor Martin Kaminski ist das Team der sechs Seelsorgerinnen und Seelsorger im „Kirchspiel“ Wiesmoor nun komplett. „Seit dem 01.01. haben wir unsere Bezirke und Verantwortlichkeiten neu aufgeteilt und starten gut gelaunt in die weitere Zusammenarbeit“, sagt Pastor Stefan Wolf, der auch Vorsitzender des Kirchenvorstands der Friedenskirchengemeinde Wiesmoor ist. Zum Kirchspiel gehören aber vier Gemeinden. Und wie der Name schon verrät, geht es vor allem um konstruktives Miteinander und gute Zusammenarbeit. „Nur so kann man ein Spiel gewinnen und Freude daran haben“, ergänzt Pastorin Sabine Bohlen, die mit einem Stellenumfang von 50% die zweite Pfarrstelle der Friedenskirche innehat. Und weiter sagt sie: „Wir vertreten uns gegenseitig und helfen auch, wenn es bei einer oder einem mal besonders viel ist.“ Insgesamt gibt es in der Friedenskirche seit dem 01. Januar vier Seelsorgebezirke. Den größten betreut Pastor Wolf, zwei recht kleine werden von Pastor Münch und Pastor Kaminski betreut. Und ein mittelgroßer von Pastorin Bohlen. Die Pfarrstellen der Pastoren Münch und Kaminski sind in Hinrichsfehn und Marcardsmoor angesiedelt. Beide arbeiten aber eben auch in der Friedenskirche mit. Der dienstälteste Pastor Münch schätzt den Austausch und das Miteinander: „Wir können für unser Seelsorgeteam sehr dankbar sein. Wir sind alle recht unterschiedlich und so kommt ein bunter Strauß an Kompetenzen und Lebenserfahrungen zusammen.“ Die jüngste im Team ist Pastorin Imke Scheibling aus Ostgroßefehn, zu deren Gemeinde wiederum mit Wilhelmsfehn auch ein Teil Wiesmoors gehört. „Wir ergänzen uns wirklich gut. Jede und jeder kann etwas anderes und es ist schön, dass wir uns gegenseitig unterstützen und beraten“, freut sich Pastorin Scheibling. Für die Altenheime in Wiesmoor und Ostgroßefehn gibt es mit Diakonin Anja Kostka eine eigene Seelsorgerin. Sie betreut mit einem Stellenanteil von 50% sieben Einrichtungen. „Die Aufgabe macht mir Freude und es ist schön, wie offen ich in den Altenheimen begrüßt wurde.“ Finanziert wird die halbe Diakoninnenstelle vom Kirchenkreis Aurich, der so der großen Dichte an Alteneinrichtungen im Kirchspiel Wiesmoor Rechnung trägt. „Unsere Alten gehören nicht aufs Abstellgleis, sondern in die Mitte der Gemeinden“, betont Pastor Martin Kaminski. In diesem Jahr bietet das Kirchspiel gemeinsame Gottesdienste an, aber auch kulturelle Veranstaltungen, Angebote für Kinder und Jugendliche und vieles mehr. „Es gibt viele Angebote für alle Generationen. Und es ist sehr gut, wenn wir als Gemeinden dabei zusammenarbeiten und füreinander offen sind“, ergänzt Pastor Wolf. „Ein schöner Zufall, dass wir in unserem Team drei Frauen und drei Männer haben und auch Alter und Erfahrung recht bunt gemischt sind“, sagt Pastor Kaminski. Informationen zu den vier Gemeinden des Kirchspiels finden sich auf den jeweiligen Webseiten und in den Gemeindebriefen.

Bei der eigentlich im kleinen Rahmen geplanten Übertragung der Pfarrstelle Marcardsmoor an Pastor Kaminski war einiges los. Bild: Melanie Menßen

Das Seelsorgeteam des Kirchspiels Wiesmoor (von rechts): Rainer Münch, Imke Scheibling, Anja Kostka, Stefan Wolf, Sabine Bohlen, Martin Kaminski. Bild: Sebastian Scheibling