Schwierige Werke für den Gezeitenkonzert-Prolog

Lambertikantorei wirkt an Aufführung in Aurich mit

Unter der Leitung von Kreiskantor Maxim Polijakowski werden am 10. Juni Stücke von Giachino Rossini, Benjamin Britten und George Gershwin aufgeführt.

Die Lambertikantorei Aurich kooperiert dieses Jahr mit den Gezeitenkonzerten der Ostfriesischen Landschaft. Als Prolog bringt sie am Sonntag, 10. Juni, ab 17:00 Uhr in der Auricher Lambertikirche unter dem Titel „Musikalische Juwelen“ drei geistliche Chorwerke zu Gehör. Außer den Sängern der Kantorei wirken der Countertenor Franz Vitzthum aus Heidelberg, das Bad Oeynhauser Klavierduo Sabrina und Jeanette Gründling sowie weitere Vokalsolisten und Instrumentalisten, darunter der Engerhafer Tenor Arne Langer und der Leiter des Organeums in Weener, Winfried Dahlke, mit.

Die Kooperation hat ihren Grund: Vor allem das letzte Stück, Leonard Bernsteins 1965 entstandene „Chichester Psalms“ ist aufgrund schräger Passagen eine Herausforderung für die Akteure wie die Zuhörer. Aufführungsleiter Maxim Polijakowski hofft, mit dem Gezeiten-Publikum den richtigen Personenkreis anzusprechen.

Zur Eröffnung des kontrastreihen Programms wählte er Rossinis kuriose „Petite messe solennelle“ aus, die mit 85 Minuten Länge die gesamte erste Hälfte ausfüllen wird. „Der Komponist hält das 1864 entstandene Auftragswerk zur Einweihung einer Pariser Privatkapelle für sein schönstes. Im Grunde ist es gehobene Salonmusik“ führte Polijakowski aus.

Es folgt Benjamin Brittens „Festival Te Deum“ von 1944. Die ungewöhnliche Vertonung des altkirchlichen Lobgesangs in englischer Übersetzung setzt für den Chor und die Orgelbegleitung voneinander unabhängige Taktarten ein.

Am meisten fiebert der Chor den „Chichester Psalms“ entgegen. „Sie werden auf Hebräisch gesungen“ sagte Superintendent Tido Janssen, der als Chorsänger mitwirkt. Das dreiteilige Stück auf den Psalmen 100, 23 und 131 enthält neben choralartigen auch jazzige Elemente. Für seine melodische Seite arbeitete der amerikanische Komponist frühe Skizzen ein, die ursprünglich für die „Westside Story“ vorgesehen waren.

„Wenn man Bach und Mozart gewohnt ist, ist Bernsein extrem besonders“, meinte Polijakowski. „In der Lambertikirche werden spektakuläre Klänge zu hören sein“, versprach er.

Karten kosten zwischen 15 und 25 Euro und können bei der Ostfriesischen Landschaft unter der Telefonnummer 04941-17 99 67 oder per E-Mail an karten sowie unter www.reservix.de bestellt werden.

Text und Foto: Bettina Keller