Ende des Pfarramts im Container in Sicht

Richtfest beim neuen Haus des Spetzerfehntjer Dorfpastors

Richtfest ist jetzt auf dem Pfarrhaus-Neubau in Spetzerfehn gefeiert worden. Mitarbeiterinnen und Kinder des kirchlichen Kindergartens „Regenbogen“ hatten die Richtkrone aus Tannengrün und bunten Bändern angefertigt. htr ON/Spetzerfehn.Pastor Hermann Reimer, dessen Ehefrau Ulrike und die Mitglieder schlugen die letzten Nägel in einen Sparren. Besonders geschickt stellte sich dabei Kirchenvorsteherin Käthe Eschen an, die unter dem Beifall der Anwesenden den Nagel schnell im Holz versenkte.
Pastor lebt mit Frau seit eineinhalb Jahren im Baucontainer
Seit einem Wasserschaden im Dezember 2015 ist das alte Pfarrhaus in Spetzerfehn unbewohnbar. Seit etwa eineinhalb Jahren leben Pastor Hermann Reimer und seine Frau Ulrike in einem Baucontainer. Nun ist ein Ende des Container-Pfarramtes in Sicht.
Etwa 400 000 Euro kostet das neue Pfarrhaus. Die Kosten werden zu zwei Dritteln vom Kirchenkreis Aurich und zu einem Drittel von der Landeskirche übernommen, hatte Superintendent Tido Janssen zuvor gesagt.
Im vorderen Bereich des neuen Pfarrhauses entsteht ein abgetrennter Arbeitsraum für den Geistlichen. Im hinteren Teil des eingeschossigen Gebäudes mit ausgebautem Dachgeschoss ist der Wohnbereich. Die Arbeiten am Pfarrhaus werden zu einem Großteil von Firmen aus der Region erledigt.
Nach alter ostfriesischer Tradition hatte der Vorstand der Christus-Kirchengemeinde zum Richtfest die direkten Nachbarn vom Dwarsende sowie der Süderwieke eingeladen. Pastor Hermann Reimer zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz: „Unsere Nachbarn halten zu uns“, sagte er. Polier und Zimmerermeister Björn Oelschläger blickte in seinem mehrseitigen Richtspruch zurück und hoffte auf eine schnelle Fertigstellung.

Pastor Hermann Reimer musste einen Nagel einschlagen, fachkundiger Zuschauer war Polier Björn Oelschläger. Foto: Trauernicht