Kindermusical war ein voller Erfolg

Jawohl, das war ganz nach dem Geschmack der zusammen etwa 150 Zuschauer, die am Sonnabend und Sonntag (18. und 19. Mai) die zwei Aufführungen des Kindermusicals „Esther – Stern Persiens“ im Saal des Gemeindehauses der Auricher Lambertigemeinde erlebten. Sie bedankten sich beim etwa 20-köpfigen Laienensemble für das Dargebotene mit reichlich Applaus und Bravo-Rufen. Zu Recht!

Das große Laienensemble um Helen Kroeker (hinten Mitte) freute sich über zwei gelungene Vorstellungen und ganz viel Applaus. Foto: Gawlick-Daniel

Im Stück ist es Esther, die für das Gute steht und sich den finsteren Plänen des Ministers Haman entgegenstellt, der alle Juden in Persien vernichten will. Es gelingt diesem Fiesling sogar, König Xerxes für seinen bösen Plan zu gewinnen. Xerxes, der Esther zwangsweise in seinen Harem eingliedern ließ und dann zur Königin machte, wird in seiner Naivität zur Marionette Hamans, bis Esther ihm die Augen öffnet, indem sie sich selbst als Jüdin zu erkennen gibt. Und als Jüdin müsse ja auch sie, die geliebte Königin, getötet werden. Schließlich baumelt Haman am Galgen und die Juden erhalten ihr Recht auf Selbstbestimmung zurück. In Gedenken an die Rettung durch Esther feiern sie bis heute das Purimfest. Kein leichter Stoff! Die jungen Laiendarsteller aus den Kinderchören der Lambertigemeinde und der Musikschule des Landkreises Aurich waren also gefordert. In vielen mühevollen Proben, auch während eines Wochenendes in der Jugendbildungsstätte Asel, übten sie die Dialoge ein, feilten an Ausdruck, Präsenz und Auftreten. Mit Erfolg. Auf der engen Bühne des Gemeindehauses, die das Ensemble zusätzlich forderte, führten sie das Stück mit viel Leidenschaft auf und überzeugten mit erstaunlichen gesanglichen Leistungen. Einen ganz entscheidenden Anteil daran hatte Kirchenmusikerin Helen Kroeker. Als künstlerische Leiterin brachte sie die jungen Darsteller dazu, phasenweise über sich hinaus zu wachsen: Sie korrigierte, unterstützte, machte Mut, war unermüdlich optimistisch und sorgte letztendlich dafür, dass alles gut wurde.
Zu einem Musical gehört Musik. Die über Jahre eingespielte Lambertiband ist genau die richtige Combo, um orientalische Klänge, die rhythmisch und harmonisch nicht den Hörgewohnheiten von uns Mitteleuropäern entsprechen, anspruchsvoll umzusetzen. Das war vom Allerfeinsten und von Tontechniker Tillman Anders, der den Bass spielt, akustisch bestens umgesetzt. So waren seine Mitmusiker jederzeit gut zu hören: Christian Wolf spielte die Gitarre, Nick Kessemeier überzeugte am Schlagzeug und Kirchenkreiskantor Maxim Polijakowski bediente wie immer souverän die Keyboards. Als Gastmusikerin war Hedda Saathoff an der Klarinette zu hören.

Esther- Stern Persiens

In die exotische Welt des Ostens entführt das Kindermusical „Esther – Stern Persiens“, das von den Kinderchören der Lamberti-Gemeinde und der Musikschule des Landkreises Aurich am 18. und 19. Mai, jeweils um 17 Uhr, im Saal des Gemeindehauses am Lambertshof aufgeführt wird. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Alexander Lombardi und Gregor Breier haben die biblische Geschichte der Esther in ein Kindermusical gepackt, das mit fetziger Musik und cleveren Texten eine gelungene und kindgerechte Brücke vom modernen Kinderalltag in die Zeit des Alten Testaments schlägt. Kirchenmusikerin Helen Kroeker hat dieses Musical mit jungen Laiendarstellern, die Spaß am Singen und Schauspielen haben, von Anfang März bis Anfang Mai einstudiert. Den letzten „Schliff“ gab es am ersten Maiwochenende während einer Chorfreizeit in der Jugendbildungsstätte Asel.

Musikalisch begleitet werden die Aufführungen von der Lamberti-Band.

Mozarts letztes Geheimnis

Am Sonntag, 17. März 2019, wird in der Lambertikirche Aurich um 17 Uhr das berühmte Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart aufgeführt. Vorher singt die Lambertikantorei die Kantate „Nach dir, Herr, verlanget mir“ von Johann Sebastian Bach. Mitwirkende sind neben der Kantorei das Ensemble la festa musicale  und die Gesangssolisten Stephanie Henke (Sopran), Ilona Ziesemer- Schröder (Alt), Clemens C. Löschmann (Tenor) und Andreas Heinemeyer (Bass).Die Gesamtleitung hat Kantor Maxim Polijakowski. Weiterlesen