Festgottesdienst zum 100-jährigen Jubiläum der Lamberti-Kantorei

Mit großer Musik hat die Lamberti-Gemeinde das 100-jährige Jubiläum ihrer Kantorei gefeiert. „Kyrie“ und „Gloria“ aus der D-Dur-Messe von Antonin Dvorak, eine doppelchörige Motette von Johann Eccard sowie Werke der zeitgenössischen Komponisten Vytautas Miskinis und Lloyd Larson kamen zur Aufführung. 250 Gemeindeglieder waren gekommen, um dieses Jubiläum mitzufeiern.

In seiner Festpredigt erinnerte Superintendent Tido Janssen an das Gründungsjahr 1916. Damals tobte der 1. Weltkrieg mit Millionen von Toten. „Musik ist Herzensmacht und eine Macht der Hoffnung“, sagte er. Offenbar wollten schon damals Menschen nicht Kanonendonner und dem Lärm der Maschinengewehre das Feld überlassen. Musik bringe neue harmonievolle Klänge in die Welt. Der kunstvolle Zusammenklang beim gemeinsamen Singen könne zum Vorbild für eine neue Welt werden, in der Menschen in ihrer Verschiedenheit aufeinander hören und miteinander harmonieren. Insofern wohne Musik auch eine politische Kraft inne, wie das Lied „We shall overcome“ in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung gezeigt habe. Janssen bedankte sich bei den Musizierenden dafür, dass sie im Leben der Stadt und der Gemeinde zahlreiche geistliche und kulturelle Höhepunkte geschaffen haben und auch in Zukunft schaffen werden.

Alle gegenwärtigen und ehemaligen Kantoreimitglieder sowie die beiden Kantoren Winfried Schmidt und Maxim Polijakowski wurden in dem Gottesdienst geehrt. Sie bekamen unter großem Beifall der Anwesenden Ehrennadeln und Blumen überreicht. Auch Glückwünsche der Stadt Aurich und des Evangelischen Chorverbandes wurden übermittelt.

Zum Jubiläum der Lamberti-Kantorei ist auch eine 50-seitige Festschrift erschienen. Sie wurde von Pastor Andreas Scheepker vorgestellt und gibt vielfältige Einblicke in die vergangene und gegenwärtige Chorarbeit. Für 2 Euro ist sie im Büro der Lamberti-Gemeinde oder nach den Gottesdiensten zu erhalten.

Bis spät in den Abend wurde bei festlichem Essen weiter gefeiert.

Zur weiteren Information:

2,3 Millionen Menschen singen in Deutschland in Chören. Allein im Kirchenkreis Aurich musizieren Woche für Woche etwa 2.000 Menschen in kirchlichen Chören.

Die Lamberti-Kantorei probt dienstags ab 19.30 Uhr im Gemeindesaal am Lambertshof. Neue Sängerinnen und Sänger sind herzlich willkommen.

Demnächst beginnen die Proben für das Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, das im Jahr 2017 aufgeführt werden soll.

Anhang: Die Lamberti-Kantorei am Jubiläumstag

Im Ostgroßefehntjer Pfarrhaus brennt wieder Licht

Seit einer Woche wohnt sie nun schon dort: Pastorin Imke Scheibling, ihr Mann und ihr kleiner Sohn. Darüber freuen sich viele Gemeindeglieder, Nachbarn und der Kirchenvorstand. Das Pfarrhaus direkt am Kanal ist eines der ältesten Häuser in Ostgroßefehn. Der Kirchenkreis Aurich hat es in den letzten Monaten aufwendig saniert und renoviert. »Es ist auch innen ein Schmuckstück geworden«, freute sich Superintendent Tido Janssen, der Familie Scheibling zum Einzug gratulierte und Glück und Segen wünschte. Familie Scheibling fühlt sich bereits nach wenigen Tagen sehr wohl und freut sich schon auf den Bogen, den die Nachbarn in den nächsten Tagen bringen werden.
Seit dem 1. August 2016 ist Imke Scheibling zunächst für drei Jahre als Pastorin auf Probe in der Kirchengemeinde aktiv. Zuvor war sie bereits mit einem kleineren Anteil in der Gemeinde tätig. Sie kennt Land und Leute, denn sie ist in Wiesens aufgewachsen. »Die Ostgroßefehntjer und auch die benachbarten Gemeinden dürfen sich freuen«, sagte Superintendent Tido Janssen, »denn Imke Scheibling hat bereits in kurzer Zeit neue Akzente gesetzt, beispielsweise im Kindergottesdienst oder mit der neuen jungen Frauengruppe ,Ladies Night‘.« Zur Kirchengemeinde Ostgroßefehn gehören gegenwärtig 1.505 Gemeindeglieder.

Anhang: Foto mit dem Kirchenvorstand Ostgroßefehn vor dem Eingang des Pfarrhauses (von links Superintendent Tido Janssen, Michael Hedemann, Gisela Loets, Pastorin Imke Scheibling, Gertrud Fahnster)

Geburtstagsgeschenk für die Auricher Tafel

Die Schülerinnen und Schüler der Bläser-AG des Auricher Gymnasiums Ulricianum haben der Auricher Tafel passend zum 10. Geburtstag ein schönes Geschenk gemacht. Gemeinsam haben sie zusammen mit ihrer Leiterin den Vertretern der Auricher Tafel einen symbolischen Scheck in Höhe von 300,- € überreicht. Das Geld wurde bei den zahlreichen Auftritten im letzten Jahr erspielt. „Die Schülerinnen und Schüler hätten von dem Geld auch gemeinsam Essen gehen können…“ so die AG-Leiterin Jutta Könekamp-Glashoff, „aber sie haben sich gemeinsam entschieden, das Geld für einen guten Zweck zu spenden.“ Der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, Heinrich Hillen, freute sich über das große Engagement der jungen Musiker und bedankte sich auch im Namen des Tafel-Teams ganz herzlich.

Die Auricher Tafel mit seinen vier Ausgabestellen in Aurich, Friedeburg, Großefehn und Südbrookmerland hilft vielen bedürftigen Familien und Einzelpersonen bei der Sicherung ihres Lebensunterhaltes und rettet gleichzeitig viele Tonnen Lebensmittel vor der Vernichtung, so Hillen.

Bild: privat (v.li.: Volkmar Renner, Heinrich Hillen, Verena Dierks von der Auricher Tafel, Jutta Könekamp-Glashoff (AG-Leiterin) und 22 Schülerinnen und Schüler der Bläser-AG des Ulricianums)

Abschied mit Tränen

pastorin anna bernauVON CHRISTIN HORRMANN
Nach nur knapp einem Jahr und drei Monaten ist Schluss: Die Bagbander Pastorin Anna Bernau verlässt die Gemeinde – obwohl sie die Kirchengemeinde schnell ins Herz geschlossen hat, als sie ihren Probedienst als Pastorin in Bagband aufnahm. Weiterlesen!