Kreative Lösung in Marcardsmoor

Der rheinische Diakon Martin Kaminski steigt ab 01. Juli ins Gemeindeleben der lutherischen Kreuzkirchengemeinde ein.

Wiesmoor. „Wir freuen uns, dass nun wieder regelmäßig Licht im Amtszimmer des Pfarrhauses brennt“, sagt der Superintendent des lutherischen Kirchenkreises Aurich Tido Janssen. „Nach einem Jahr Vakanz der Pfarrstelle mussten wir eine kreative Lösung finden. Und die haben wir gefunden!“

Zunächst für ein Jahr wird der im Rheinland ordinierte Diakon Martin Kaminski mit einer halben Stelle die Kirchengemeinde Marcardsmoor begleiten. Hierfür wurde er von seinem Dienst in der rheinischen Landeskirche teilweise freigestellt. Dies empfindet er als großes Privileg: „Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit mehr im Land meiner Träume arbeiten zu können“, sagt der 49jährige augenzwinkernd. Im letzten Sommer zog er mit seiner Familie nach Aurich-Oldendorf und lebt dort mit einer Schar Tiere auf einem historischen Gulfhof. Manch Ostfriese kennt jedoch schon seit 2012 zumindest seine Stimme aus den Lokalsendern der Region. Bei Radio Ostfriesland und Radio Nordseewelle sorgt er freiberuflich für eine vielfältige und lebendige Präsenz der lutherischen Kirche.

Der offizielle Vakanzvertreter Pastor Rainer Münch aus Hinrichsfehn freut sich auf Entlastung für die Gemeinde: „Es ist enorm, was die Ehrenamtlichen rund um den Kirchenvorstand im letzten Jahr geleistet haben. Sie haben mit Gottes Hilfe dafür gesorgt, dass das Gemeindeleben nicht zum Erliegen kam.“ Superintendent Tido Janssen möchte allerdings nicht unerwähnt lassen, dass hierzu auch Pastor Münch erheblich beigetragen hat.

Diakon Martin Kaminski freut sich nun auf die Begegnungen und hat schon sein Fahrrad aufgepumpt: „Im Kirchenvorstand riet man mir, viel mit dem Fahrrad in der Gemeinde unterwegs zu sein.“ Hierauf, aber auch auf lebendige Gottesdienste, die Konfirmandinnen und Konfirmanden, die Kinder und Erwachsenen, sowie die Gruppen und Kreise freut er sich sehr. „Kirche bewährt sich aber auch in den schwierigen Phasen des Lebens. Mir ist es daher sehr wichtig, auch Seelsorger zu sein“, sagt Martin Kaminski.

Mit dem anderen Teil seiner beruflichen Tätigkeit bleibt der Diakon bis auf weiteres in der Rheinischen Kirche als Referent der Landeskirche tätig. Sicher wird dies eine Herausforderung, aber laut Superintendent Janssen ist die kreative Lösung in Marcardsmoor ja auch nicht für die Ewigkeit gedacht: „Wir sind guter Hoffnung, dass wir Strukturen schaffen können, die es uns ermöglichen, Martin Kaminski auf Dauer und in Vollzeit zu beschäftigen. Nun ist es erstmal eine weiche und flexible Lösung für ein drängendes Problem.“

Der musikalisch-kreative Tier- und Menschenfreund Kaminski hat die Gemeinde in Marcardsmoor jedenfalls schon vor Dienstantritt ins sein Herz geschlossen: „Ein offener und kompetenter Kirchenvorstand, eine wunderschöne Kirche in bezaubernder Gegend. Was für ein Segen!“ Beim Schützenfestwochenende war er gleich sechsmal hintereinander in Marcardsmoor: „Einmal Kirchenvorstand, einmal Gottesdienst und viermal eine der Töchter zum Festzelt bringen und wieder abholen! All up stee?“

Am 02.07. um 10.00 Uhr wird der neue Diakon in einem besonderen Gottesdienst durch Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr in seinen Dienst eingeführt.

Drei Tiere – drei Geschichten – drei Kirchen

Grundschul-Kirchentage in Aurich

Vom 13. – 15. Juni fanden die Grundschulkirchentage in Aurich statt. Es nahmen Schulklassen aus den Grundschulen in Wallinghausen, Weene, Middels, Tannenhausen, Georgsheil und Holtrop, der Pfälzerschule Plaggenburg, der Grundschule tom Brook in Oldeborg und Uthwerdum, der Reilschule Aurich und der Grundschule Upstalsboom Aurich teil.

Vorbereitet wurde die Veranstaltung von Superintendent Tido Janssen (Kirchenkreis Aurich), Pastorin Angelika Scheepker (ev.-luth. Lambertigemeinde), Gemeindereferentin Kyra Watermann (katholische St. Ludgerusgemeinde) sowie Dr. Ute Beyer-Henneberger, Pastor Sven Kramer und Pastor Andreas Scheepker (Arbeitsstelle für Religionspädagogik Ostfriesland, ARO).

Das Team entwickelte im vergangenen Jahr für die Auricher Grundschulkirchentage ein Programm, mit Kindern auf spielerische und kreative Art die unterschiedlichen Stadtkirchen zu erkunden. Im Herbst 2016 wurden alle Grundschulen im Bereich des Kirchenkreises Aurich mit der Einladung angeschrieben. Etwa 25 Lehrerinnen und Lehrer meldeten sich mit ihren Grundschulklassen an.

Insgesamt nahmen etwa 450 Kinder mit ihren Lehrinnen und Lehrern und Begleitpersonen an den drei Vormittagen in Aurich. Bei der Durchführung dieser Tage wurde das Vorbereitungsteam unterstützt von Kantor Maxim Polijakowski, Diakon Torsten Hoffmann, Pastorin Cathrin Meenken, Pastor Thomas Henneberger und den Kirchenvorsteherinnen Anke Stauch (Lambertigemeinde) sowie Luise Osten und Karl-Frieder Wunderlich (ev.-reformierte Gemeinde).

Nach einem gemeinsamen Beginn mit dem Löwen Leo, dem Fisch Piet und dem Schaf Benjamin in der Lambertikirche besuchten die Klassen in Stationen die drei Kirchen in der Auricher Innenstadt. Für ihre Besuche erhielten sie ein Heft mit Liedern, Geschichten und Hinweisen auf die Kirchen als Reiseführer. Vor Ort konnten die Kinder mit Teams der Gemeinden die unterschiedlichen Kirchengebäude kennenlernen, eine Geschichte hören, ein Lied zum Thema singen und eine Aktion durchführen. In jeder Station konnten sie etwas in ihr Heft drucken oder kleben. Zu leckeren Kuchenbrötchen und einem gemeinsamen Abschluss trafen sich alle nach den drei Kirchenbesuchen dann wieder in der Lambertikirche.

Das Team zog eine positive Bilanz. Vor allem waren sie überrascht über die gute Resonanz. Die 450 Plätze waren schon wenige Wochen nach der Ausschreibung der Veranstaltung ausgebucht. Auch die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer äußerten sich positiv, entwickelten weitere Ideen und boten ihre Mithilfe bei der Durchführung ähnlicher Veranstaltungen an. „Wenn die Kirche das nächste Mal zu Schulkirchentagen einlädt, kommen wir auf jeden Fall wieder“, sagte eine Lehrerin.

Über 1500 Besucher beim Pfingstgottesdienst

Superintendent Tido Janssen war noch einen Tag zuvor skeptisch gewesen: „Ich weiß nicht, ob überhaupt jemand kommt.“ Als er Pfingstsonntag die Bühne auf dem Auricher Marktplatz betrat, um den zentralen Pfingstgottesdienst des Kirchenkreises anlässlich des Reformationsjubiläums zu eröffnen, blickte er auf mehr als 1500 Menschen. Ein auch für ihn, den sonst nichts so schnell aus der Ruhe bringt, überwältigender Anblick. Weiterlesen!

Einweihung Urnenfeld in Ihlow

Am Sonntag, 23. April wird das Urnenfeld auf dem Friedhof in Ihlowerfehn (Kirchengemeinde Ihlow) mit Gebet und Segen eingeweiht. Wir beginnen um 10 Uhr mit einem Gottesdienst, an dem Bläser aus den Posaunenchören der Kirchengemeinden Weene und Ihlow mitwirken. Weiterlesen!